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HBN aktuell: Lastprobefahrten auf der Hafenbahn

Am 03.12.2017 fanden Lastprobefahrten mit der Dampflok 51 8177 der Dampflokfreunde Berlin (DLFB) statt. Die Lok befindet sich zur HU im Netinera-Werk Neustrelitz, wo die Dampflokfreunde selbst mit Hand anlegen bei den HU-Arbeiten. Nach positivem Abschluss von Kesselproben und Laufwerksreparaturen wurde ein geeignetes Gleis für Lastprobe-fahrten gesucht. Für solcherart Nutzungen von Schieneninfrastruktur eignet sich natürlich das Hafenbahngleis in Neustrelitz sehr gut: geeignete Länge bei nicht zu erwartenden Behinderungen anderen Bahnbetriebes! ....

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Liebe Mitglieder und Freunde!

 

Der Vorstand dankt Euch und Ihnen für die Arbeit und Unterstützung

im ereignis- und erfolgreichen Jahr 2017

und wünscht Ihnen und Ihren Angehörigen

 

 

 ein glückliches und gesundes

 

Neues Jahr 2018!

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(27.12.)+++ Lastprobefahrten mit 52 8177 +++ Restaurierte Kilometersteine am Stammgleis +++


Am 03.12.2017 fanden Lastprobefahrten mit der Dampflok 51 8177 der Dampflokfreunde Berlin (DLFB) statt. Die Lok befindet sich zur HU im Netinera-Werk Neustrelitz, wo die Dampflokfreunde selbst mit Hand anlegen bei den HU-Arbeiten. Nach positivem Abschluss von Kesselproben und Laufwerksreparaturen wurde ein geeignetes Gleis für Lastprobe-fahrten gesucht. Für solcherart Nutzungen von Schieneninfrastruktur eignet sich natürlich das Hafenbahngleis in Neustrelitz sehr gut: geeignete Länge bei nicht zu erwartenden Behinderungen anderen Bahnbetriebes!
Am Vormittag des 1. Advents ging es los mit sehr gut aussehender Dampflok! Die zur Sicherheit mitlaufende Bremslok 232 356-6 der WFL führte die Rangierfahrt zunächst über den Hbf und das Gleis 103 (Streckengleis nach Mirow), wo in gemächlicher Fahrt im Bahnhofsteil Bürgerhorst das Hafenbahn-Stammgleis erreicht wurde, um dann am nahen Hp Bürgersee zuerst die weitere Fahrtabwicklung abzustimmen.
Danach folgte die “Streckenkundefahrt” bis ca. km 1,7 (vor dem Bahnübergang der Landes-straße nach Userin), wo nach kurzer Überprüfung von Lok und insbesondere Laufwerk die Rückfahrt bei erster “Lasteinstellung” losging – nunmehr wurde in dieser Konstellation mehrmals bis/ab Hp Bürgersee gependelt.
Gegen Mittag wurde auf HBN-Wunsch auch bis zur Anschlussweiche gefahren, um ein Foto mit dem “kleinen HANS” aufnehmen zu können. Höhepunkt danach waren die “Lastfahrten” mit bremsender 232 und hart arbeitender 52er im Neustrelitzer Stadtwald bei leichtem Schneefall, also eigentlich guten Rahmenbedingungen für eine solche Fahrzeugerprobung!
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In den letzten Wochen hat unser Vereinsfreund Peter Jokisch alte Km-Steine in liebevoller Arbeit restauriert und aufgehübscht sowie – vorerst nur an den vollen Kilometern – entlang der Strecke aufgestellt. Die Steine werten tatsächlich das ansonsten nicht unbedingt ansehnliche Stammgleis durchaus auf – wie man auf den Fotos mit der Dampflok schon mal erahnen kann.
Ein echter Hingucker ist aber der Stein 4,0 direkt an der Useriner Straße und am Hp Schlossgarten. Auch das aktuelle Streckenende – das Gleis führte vormals ja noch ca. einen Kilometer weiter bis zur Dr. Schwendtner-Straße – im km 4,6 besitzt jetzt mit dem Stein hier ein Dokument einer ehemals richtigen Strecke, wenngleich auch etwas verdreht: der Standort musste, der städtebaulichen Situation am Rand der hier mit Gehweg und Parkflächen ausgebauten Zierker Nebenstraße geschuldet, so gewählt werden. – Danke, Peter, großartig!!!
Siehe auch die zugehörige Fotodokumentation!
Neustrelitz, den 27.12.2017

Text und Fotos: Frank Brechler

Am 22. und 23. Juli 2017 wurde mit einem großen Sonderfahrtprogramm das 90-jährige Bestehen der Hafenbahn gefeiert. Zahlreiche Zugkreuzungen zwischen dem Vereinstriebwagen und dem historischen Dampfzug gab es an der Useriner Straße zu beobachten.

Der Verein Hafenbahn Neustrelitz e.V.
Zu Beginn des Jahres 2000 reifte bei einigen Eisenbahnenthusiasten aus Neustrelitz der Gedanke, zum weiteren Betrieb der Hafenbahn einen Verein zu gründen. Die notwendige Anzahl von Gründungsmitgliedern war schnell zusammen: am 20.02.2000 fand in der Inselgaststätte „Helgoland“ – also in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen der Hafenbahn – die Gründungsversammlung statt. Das Interesse am neuen Verein war groß – der Mitgliederbestand startete sofort mit 15 Eisenbahnfreunden. In der Satzung wurde die Traditionspflege und die Förderung der Hafenbahn als Zweck des Vereins festgeschrieben. Mit der Verwirklichung dieses Ziels startete der Verein sofort „von 0 auf 100“:
08.04.2000    Erste Begleitung einer Sonderfahrt auf der Hafenbahn (Verein Lübecker Verkehrsfreunde VLV: Fahrt Lübeck – Feldberg – „Helgoland“ – Lübeck mit Dampflok 52 8029 von „Hei Na Ganzlin“ Röbel/Müritz)
11.04.2000     Eintragung des Vereins mit dem Namen „Hafenbahn Neustrelitz (HBN)“ in das Vereinsregister beim Amtsgericht Neustrelitz
16.04.2000     Erste eigenständig organisierte Sonderfahrt anlässlich des Stadtfestes „Osterfrühling 2000“ (6 Pendelfahrten mit VT 772 110 – gleichzeitig Besuch eines Fotogüterzuges mit 52 8029 im Rahmen des Plandampfes „Prignitz“)
08.06.2000     Aufnahme der Verhandlungen mit der DB Netz AG zur Übernahme der Strecke durch den Verein
Juni 2000         Kontaktaufnahme zum DB-Museum zwecks Erwerb des in Neustrelitz   abgestellten VT 772 001 + 972 601

2002              Kauf der Strecke durch den Verein; Eröffnung des sanierten Stadthafens

2003              Anmietung des Museumstriebwagens 172 001 / 601 von DG Museum Nürnberg

2007 bis         Gütertarifstelle der DB Cargo an der Useriner Straße (ehemalige 

2009              Baustoffversorgung)

2010              Neubaugleis in der Useriner Straße (Stadt) 

Dezember 2012 Erstmals "Planverkehr mit Reisezügen" auf der Hafenbahn. Wegen Brückenbauarbeiten fahren die Reisezüge von Mirow bis zum Haltepunkt Schlossgarten.

(ähnliche Aktionen auch im März 2013 und September 2015)

2016              Umschlag von 40.500 t Güter (38.500 / 2.000 t Splitte / Holz) auf der Ladestraße der Hafenbahn (Deutsche Asphalt).

2017              Kauf des Ringlokschuppens (ehemaliges Bahnbetriebswerk Neustrelitz) durch den Verein HBN.

Foto Cords: 52 8029 beim Rangieren mit dem VLV-Sonderzug am 08.04.2000 aus einer ungewöhnlichen Perspektive

Die Verhandlungen mit der DB Netz AG waren von Erfolg gekrönt: Seit dem 01.02.2001 ist die HBN im Besitz der Bahnanlagen der Hafenbahn Neustrelitz ab km 1,2  bis km 4,6 in der Zierker Nebenstraße. Die „Erlaubnis zur Aufnahme des Betriebes“ wurde der HBN am 11.05.2001 durch den Landesbevollmächtigten für Bahnaufsicht erteilt. Damit ist der Hafenbahnverein  in der Lage, das Betriebsgeschehen auf dem Gleis selbst zu organisieren und zu bestimmen. Auch die Verantwortung für die betriebs- und verkehrssichere Erhaltung der Bahnanlagen wird jetzt durch die HBN wahrgenommen.

Foto Brechler: 52 8029 vor dem größten noch unsanierten Hafenspeicher am 21.12.2000

Bahnhof Neustrelitz Süd, 21.12.2000
Am 28.05.2000 fuhren die letzten Regionalbahnen der OME zwischen Neustrelitz Süd und Feldberg – das Land Mecklenburg-Vorpommern hat die Züge nicht mehr bestellt. Nach zwei Sonderfahrten am 05.08.2000 durch die Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG) sowie am 02.09.2000 durch die OME – im Auftrag der HBN – wurde als „krönender Abschluss“ am 21.12.2000 das 90-jährige Jubiläum der Strecke Thurow – Feldberg und damit der durchgehenden Verbindung zwischen Neustrelitz und Feldberg gefeiert. Im Auftrag der OME und organisatorisch unterstützt durch den Hafenbahnverein befuhren insgesamt 3 Triebwagenpaare des OME-Talent sowie 2 dampfokbespannte Zugpaare (52 8029 mit DR-Reko- und historischen Eilzugwagen des „Eisenbahnkuriers“) die Strecke.
Bei strahlendem Winterwetter – nur der Schnee fehlte – wurden auf der landschaftlich reizvollen Strecke die Schienen noch einmal blank gefahren. Neben den anspruchsvollen Fahrzeugen sorgten einige betriebliche Besonderheiten für ein interessantes Fahrtprogramm. So gab es Zugkreuzungen zwischen OME-Talent und Dampzug in Dolgen und an der Awanst (Ausweichanschlussstelle) Hafen; je eines der o.g. Zugpaare fuhren bis Neustrelitz Schlossgarten. Am Hafenbecken sorgte eine V60 der PEG für die notwendigen Rangiermanöver zum Umsetzen der Dampflok.
Der letzte Dampfzug von Feldberg fuhr dann über die Weichenverbindung zwischen Südbahnhof und der Hauptbahn aus, um ohne Umsetzen die Rückfahrt des Zuges nach Berlin direkt in Richtung Strelitz-Alt zu ermöglichen. Die Ausfahrt erfolgte aus Gleis 3 mit Form-Signalbedienung Hp2. Möglich war dies, da zu diesem Zeitpunkt noch das südliche Verbindungsgleis zum Hbf mit der Weiche 6 (Bedienung vom Stellwerk W1 Hbf) existierte. Diese Verbindung wurde damals planmässig nur beim Umsetzen von Triebfahrzeugen benutzt. Zugfahrten Richtung Wesenberg erfolgten ohne Streckenblock. Der Fahrdienstleiter vom Stellwerk „Nz“ konnte in diesem Fall nach Absprache mit dem Fdl B2 vom Hbf und dem Erhalt der blockmechanischen Schlüssel-Freigabe (Stellwerk W1) die Ausfahrt mit Hauptsignalbedienung durchführen.
Das allerletzte Zugpaar war DNR 80206/7 zwischen Neustrelitz Süd und Feldberg und zurück, das eine Handvoll von Eisenbahnfreunden nutzte. Unmittelbar nach diesem ereignisreichen Tag wurde am 22.12.2000 die Strecke nach Feldberg dauerhaft stillgelegt.
Durch die Streckenstillegung ist es auf dem Neustrelitzer Südbahnhof danach noch stiller geworden. Es verblieben nur noch die zweistündigen RB nach Mirow, die Cargo-Bedienungen zum Hafen und in Richtung Mirow und Zirtow sowie die Rangierfahrten zur Ladestraße am Gleis 8 (über das Gleis 1 und den Ostkopf am ehem. Stellwerk „No“). Neben dem Gleis 1 wurde nur noch Gleis 2 am Mittelbahnsteig durch die Mirower Züge genutzt. Auch dies ist nun schon lange Geschichte. Ab dem Jahre 2003 mit der Inbetriebnahme des ESTW erfolgen die Zugfahrten Richtung Mirow und dem Hafen vom Hauptbahnhof über eine neue Gleisverbindung.

Quelle: Hafenbahn-Express, Verein Hafenbahn Neustrelitz e.V. (HBN), 
3. Auflage, 05/2001
Autoren: Frank Brechler, Gerhard Kort ; Alle Rechte bei: Frank Brechler

Noch reger Betrieb herrschte im Mai des Jahres 1996 auf dem Neustrelitzer Südbahnhof. Eine Sonderfahrt des Röbeler Eisenbahnvereins "Hei Na Ganzlin" mit der 52 8029-2 vermittelte etwas den Hauch vergangener Reichsbahn-Tage. 

Der Gleisplan von Neustrelitz Süd um die Wendezeit. Nach der Aufgabe der Bedienung von Güterboden (1992) sowie zahlreicher Anschlüsse im Wagenwerk (Bww) erfolgte bis Dezember 1994 der erste Rückbau bzw. die Sperrung zahlreicher Gleise und Weichenverbindungen. 

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